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30.11.2012 - August Klughardt - Anhaltischer Komponist und Dichter

Bühnenbildentwürfe für das Festspielhaus Bayreuth von Josef Hoffmann (1876) (Walküre)August Friedrich Martin Klughardt wurde am 30. November 1847 in Köthen (Anhalt) geboren. Im Alter von zehn Jahren erhielt er seinen ersten Klavier- und Musiktheorieunterricht. Am Gymnasium begann er, in einem von ihm selbst gegründeten Musikzirkel, erste Stücke zu komponieren.
1863 zog die Familie Klughardt nach Dessau um. 1864 folgte sein Debüt als Pianist. Nach seinem Abitur 1866 ging er nach Dresden. Dort nahm er weiteren Musikunterricht und trat gleichzeitig mit seinen ersten Kompositionen an die Öffentlichkeit. Ab 1867 war er als Dirigent zunächst am Stadttheater in Posen, dann am Stadttheater in Neustrelitz und schließlich in Lübeck tätig. Von 1869 bis 1873 war er am Hoftheater in Weimar. Klughardt lernte dort Franz Liszt kennen und schloss mit ihm gute Bekanntschaft, die ihm für sein weiteres Schaffen von großer Bedeutung sein sollte.
Sie legte den Grundstein für seine Begeisterung für die „Neudeutsche Schule“ und Richard Wagner. 1873 ging August Klughardt als Dirigent und Direktor wieder nach Neustrelitz. 1876 wohnte er den ersten Bayreuther Festspielen bei. 
Im Jahr 1882 wurde er dann Hofkapellmeister in Dessau und blieb dort bis seine Tode. Von 1892 bis 1893 dirigierte er Richard Wagners „ Der Ring des Nibelungen“.
Er pflegt die Gattung der Symphonie und der Kammermusik.
Später nahm auch Robert Schuhmann Einfluss auf sein musikalisches Wirken.
In seiner Werken zeigte Klughardt sich als „Kind seiner Zeit“, besonders in den patriotischen Wallungen von Kompositionen, wie dem Chorwerk „Die Grenzberichtigung“, welches er anlässlich des Sieges Deutschlands im Deutsch-Französischen Krieg komponierte.
In seinen letzten Lebensjahren wurde Klughardt einige Ehrungen zugeteilt. So wurde er 1898 Mitglied der Berliner Akademie der Künste und 1900 Eherndoktor der Universität Erlangen.
Als er das Angebot bekam, sich als Leiter der „Sing-Akademie“ zu Berlin zu bewerben, lehnte er dieses ab.
August Klughardt starb am 3. August 1902 in Dessau. Sein Grabmal wurde nach dem Entwurf des Bildhauers Emanuel Semper geschaffen und auf dem Friedhof III in Dessau errichtet. Neben dem Friedhof verläuft eine Straße, die nach ihm benannt wurde.


 



Kalenderblatt vom 30.11.2012

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