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31.05.2012 - Coswig - Das Tor zum Fläming

Ansicht der Stadt Coswig (Anhalt)Direkt an der Elbe liegt das kleine Städtchen Coswig in Anhalt. 1187 erstmals mit der Burg Cossewitz erwähnt, war sie bereits 1215 ein wichtiger Sitz der Askanier. Doch begonnen hatte alles bereits 1150 mit dem Bau der Kirche „Sankt Nicolai“, heute das älteste Bauwerk der Stadt.

Mit dem Fürsten Wolfgang wird die Verbreitung des Protestantismus gefördert und Luther, Melanchton und Granach verweilen mehrfach im Schloss und in der Stadt. Als zukunftsweisend und leistungsstark bezeichnet sich Coswig und bewies das bereits im 16. Jahrhundert. Denn schon damals wurde Coswig von Wörpen aus mit einer Trinkwasserleitung versorgt. Das Weber- und Töpferhandwerk sowie die Landwirtschaft spielten in Coswig nicht nur zu dieser Zeit eine bedeutende Rolle.

Vom Dreißigjährigen Krieg stark betroffen, erlangte Coswig mit dem Bau des Schlosses 1667–1677 erneut Aufmerksamkeit. Bis ins 19. Jahrhundert als Witwensitz genutzt wurde das Schloss 1874 in ein Gefängnis umgewandelt und war während des Nationalsozialismus mit 900 statt 300 Insassen überbelegt. Vom Archivdepot des Staatsarchivs in Magdeburg wurde es 1961 zum zentralen Staatsarchiv der DDR. An Bedeutung verliert das Schlossgebäude bis zum heutigen Tage nicht.

Als die Bürger der Stadt 1987 ihr 800jähriges Jubiläum feierten, ahnte wahrscheinlich noch niemand, dass sich genau 20 Jahre später alles ändern würde. Aus dem Landkreis Anhalt-Zerbst ausgegliedert, ging Coswig in den Wittenberger Landkreis über und wurde wegen der neuen Gebietsreform seit 2007 durch die Eingemeindung der umliegenden Dörfer und Gemeinden immer größer.

In diesen Tagen begeht Coswig sein 825jähriges Jubiläum, zudem alle Gäste und Besucher herzlich eingeladen sind.


Mehr Informationen zum großen Stadtfest in Coswig (Anhalt) finden Sie hier: www.coswig-anhalt.info



Kalenderblatt vom 31.05.2012

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