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31.08.2012 - Anhalt im Wandel der Zeit

"Herzogthümer von Anhalt", Foto Stadtarchiv Dessau-RoßlauDas Fürstentum Anhalt existierte bereits seit dem Jahr 1212. In den folgenden Jahrhunderten wandelte sich die Struktur Anhalts jedoch aufgrund von Erbteilungen und dem Aussterben von Herrschaftslinien mehrmals.
Das Fürstentum erhielt seinen Namen in Anlehnung an das Geschlecht der Askanier und gehörte zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Anhalt wurde durch Erbteilungen mehrmals aufgeteilt, so u. a. in Anhalt-Aschersleben, Anhalt-Bernburg, Anhalt-Dessau, Anhalt-Köthen und Anhalt-Zerbst. Das vereinte Fürstentum Anhalt bestand erst wieder 1570 und wurde aber kurze Zeit später, im Jahr 1603, wieder in Kleinstaaten gegliedert.

1806 erhielt Fürst Alexius Friedrich Christian von Anhalt-Bernburg von Kaiser Franz II. das Recht, die Bezeichnung „Herzog“ zu tragen. Anhalt-Dessau und Anhalt-Köthen wurden 1807 von Napoleon I. zu Herzogtümern erhoben. Im April 1807 wurden sie Mitglieder des Rheinbundes. Nach der Beendigung der Befreiungskriege traten sie dann dem Deutschen Bund bei.
Nach dem Ende der Linien in Köthen und Bernburg wurden die drei Herzogtümer 1863 zu einem Herzogtum Anhalt zusammengeführt. Dessau wurde zur Hauptstadt ernannt. Das Herzogtum Anhalt trat im Jahr 1866, kurz nach dem Deutschen Krieg, dem Norddeutschen Bund und 1871 dann dem Deutschen Reich bei.

Als Freistaat der Weimarer Republik bestand Anhalt von 1918 bis 1934. Das „Gesetz über den Neuaufbau des Reiches“ vom 30. Januar 1934 führte dazu, dass alle Länder bzw. Freistaaten Deutschlands ihre Hoheitsrechte und Souveränität an das Deutsche Reich abtreten mussten. Somit wandelte sich der Freistaat Anhalt in das Land Anhalt. Das Land verlor nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Eigenständigkeit. Es erfolgte ein Zusammenschluss mit der Provinz Sachsen zur Provinz Sachsen-Anhalt. Mit dem Inkrafttreten der ersten Landesverfassung am 10. Januar 1947 galt die Provinz dann rechtlich als Land. 1952 wurde Sachsen-Anhalt im Zuge der Verwaltungsreform zum größten Teil in die Bezirke Halle und Magdeburg aufgeteilt. Erst mit der Wiedervereinigung 1990 wurde auch das Land Sachsen-Anhalt wieder zusammengeführt.

Von ca. 122.000 Einwohnern zu Beginn des 19. Jahrhunderts stieg die Bevölkerungsanzahl auf fast 430. 000 Einwohner Anfang des 20. Jahrhunderts an, wobei sich ein Großteil der Bevölkerung seinen Lebensunterhalt in der Landwirtschaft, im Bergbau und der Hüttenwerksindustrie verdiente.
 



Kalenderblatt vom 31.08.2012

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